DUNITAL - Leben und mehr
Unser Integrationsbetrieb bringt Menschen mit und ohne Behinderung zusammen. Wir können Ihnen Arbeiten in den Bereichen Garten- und Landschaftsbau, Facility Management und Marketing anbieten. Mehr Informationen unter "Unser Angebot".
Inklusive Veranstaltungen
Wir wollen Menschen mit und ohne Behinderung zusammenbringen. Unter "Events" sehen Sie, was wir bisher gemacht haben und was wir in Zukunft vorhaben.
Behindertenfreundlichkeit
Damit Menschen mit Behinderung auf Reisen gut zurecht kommen, brauchen sie verlässliche Angaben zur Barrierefreiheit. Unter "Zertifizierung" finden Sie die von uns überprüften Einrichtungen.

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"Reiten ist eine Sportart, die Menschen mit und ohne Einschränkungen auf Augenhöhe gemeinsam erleben können"

Nachgefragt bei Sandra Glöckler, "Rolli auf Trab"
18/05/2017
Mehr Selbstbewusstsein und Eigenständigkeit - das kann man beispielsweise durch das Reiten lernen. Diesen wichtigen Schritt können Menschen mit Behinderung bei "Rolli auf Trab" machen. REHACARE.de sprach mit Sandra Glöckler von "Rolli auf Trab" über die Lebensfreude beim Reiten, den Umgang mit den Tieren und ihre Erfahrungen.
Foto: Sandra Glöckler; Copyright: Rolli auf Trab
Sandra Glöckler; © Rolli auf Trab
Frau Glöckler, was sind die Vorteile für Menschen mit Behinderung im Umgang mit Pferden?
Sandra Glöckler: Die Zügel selbst "in die Hand" zu nehmen, bedeutet für viele einen wichtigen Entwicklungsschritt zu mehr Selbstbewusstsein und Eigenständigkeit. Das Pferd reagiert auf Gestik, Atmung, Stimmungssignale, Körperspannung und die Echtheit der Beziehung. Die geforderte Beziehung macht vermehrt einen eigenen Standpunkt notwendig, und wirkt dadurch Ich-Struktur-stärkend. Für das Pferd ist es unbedeutend, was ein Mensch erlebt hat. Viel wichtiger ist, wie er sich im Augenblick fühlt, wie authentisch er sich gibt. Pferde lassen sich nicht durch vordergründliche Äußerlichkeiten beeinflussen wie zum Beispiel wie attraktiv, beherrscht oder stark ein Mensch auftritt. Das Pferd ist von Natur aus neugierig und freundlich und schafft damit eine beruhigende, motivierende Atmosphäre. Pferde sind sehr soziale Wesen, sie stehen für mich für Kraft, Stärke, Ausdauer und Schönheit.
Wie genau funktioniert eine Reitstunde bei Ihnen?
Glöckler: Reiten ist mehr als ein Sport. Reiten ist Gefühl und Vertrauen. Reiten ist eine Lebenseinstellung: voller Faszination, Leidenschaft und Sehnsucht. Unser Ziel ist es, Menschen mit unterschiedlichen Angeboten dabei zu unterstützen, ihre mentale und emotionale Fitness zu stärken, ihr Vertrauen in die eigene Wirksamkeit zu steigern und somit die Motivation und Begeisterung für notwendige Veränderungen zu entfachen – Menschen auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit zu unterstützen.

"Rolli auf Trab" arbeitet nach den Grundlagen des Natural Horsemanship. Horsemanship ist keine Pferde-, sondern vielmehr eine Menschenausbildung. Es geht um gegenseitiges Vertrauen und Respekt, um Gefühl, Timing und Balance – im Einklang mit dem Pferd.
Vor dem Reiten holen wir die Pferde gemeinsam von der Weide, putzen und satteln sie. Man lernt dabei wahrzunehmen, wo und wie das individuelle Pferd sich gerne berühren und verwöhnen lässt – und wo es eigene Bedürfnisse gibt, sich dem Pferd zu nähern.
Reiten ist eine Sportart, die Menschen mit und ohne Einschränkungen als Freizeitgestaltung auf Augenhöhe gemeinsam erleben können und die Erfolge für jeden Einzelnen mitbringt. Die Schwerpunkte werden spezifisch abgestimmt und je nach Zielsetzung und individuellen Interessen sowie Möglichkeiten gesetzt.
Was Kunden aus der Reitstunde mit nach Hause nehmen:
Verbesserte Wahrnehmung und Einschätzung von Wirkung
Mehr Vertrauen und Zutrauen
Achtsamkeit
Grenzen wahrnehmen und Grenzen setzen
Stärkung des Selbstbewusstseins
Beim Führen der Pferde ist es ähnlich wie im Leben: es kommt auf die Ausrichtung und innere Klarheit an, wenn ich ein Ziel erreichen möchte.
Nach dem Reiten fühlt man sich erfrischt und lebendig
neue Lebensfreude wird geweckt
Foto: Sandra Glöckler mit einer Reiterin; Copyright: Rolli auf Trab
Sandra Glöckler mit einer ihrer Reiterschülerin - bei ihr kann jeder reiten. © Rolli auf Trab
Jeder kann bei Ihnen reiten. Sind dafür bestimmte Hilfsmittel nötig?
Glöckler: Ja, jeder kann bei uns reiten. Wir haben individuelle Sattel. Diese haben auf verschiedenen Höhen Haltegriffe, Beinpauschen zur verbesserten Stabilität und einen Sitz mit verstärkter Haftung. Ebenso gibt es Magnetsteigbügel, so dass die Füße auch ohne Körperspannung sicher platziert sind.
Für Menschen, die nicht selbst auf das Pferd aufsitzen können, benutzen wir eine elektrische Aufstiegshilfe. Selbst entwickelt habe ich auch verschiedene Zügelführungen, die sowohl mit dem Mund als auch einhändig genutzt werden können. Ebenso können diese auch über Hosenträger eingesetzt werden.
Blinde Reiter nutzen unsere akustischen Hilfen. Reiter mit Sinnesbeeinträchtigungen lernen dank optischer und akustischer Wegweiser das richtige Verhalten im Sattel. Sie erleben oftmals zum ersten Mal eine ungehinderte Bewegungsfreiheit auf dem vierbeinigen Partner Pferd.
Ich zeige ganz neue Wege auf, die ich für mich selbst in der Arbeit mit Pferden entdeckt habe, nicht zuletzt dadurch, dass ich im Rollstuhl sitze und Pferde nie festhalten konnte.
Was bedeutet für Sie Inklusion?
Glöckler: Inklusion heißt für mich: Jeder ist herzlich willkommen! Anders sein ist normal, alle sind zugehörig, das Gegenteil von Ausgrenzung: Wir profitieren alle, wenn es statt Nebeneinander ein Miteinander gibt.

Leonie Höpfner
REHACARE.de
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4 Tage her  ·  

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Barrierefreie Freizeit- und Reiseangebote

02.05.2017
Ob im Alltag oder im Urlaub – viele Menschen mit Behinderung wollen ihre Freizeit möglichst aktiv gestalten. Dafür gibt es zunehmend mehr Angebote, die sich auf die unterschiedlichen Bedürfnisse spezialisiert haben.
Foto: Rollstuhlfahrer im "Seilgarten" auf der REHACARE 2016; Copyright: Messe Düsseldorf, Constanze Tillmann
Die "AG hochinklusiv" der European Ropes Course Association (ERCA) ist jedes Jahr auf der REHACARE vertreten; © Messe Düsseldorf, Constanze Tillmann
Hoch hinaus – dieses Motto gilt für immer mehr Menschen in ihrer Freizeit. Seilgärten beispielsweise erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Denn auch mit dem Rollstuhl ist es möglich, in inklusiv und barrierefrei gestalteten Anlagen zwischen den Baumwipfeln die Perspektive zu wechseln. Seilgärten in Gütersloh oder im norddeutschen Leck ermöglichen es Menschen mit und ohne Behinderung, diesen besonderen Freizeitspaß gemeinsam genießen zu können.
Und auch im Sport-Center der REHACARE ist jedes Jahr ein großer Andrang, wenn die "AG hochinklusiv" der European Ropes Course Association (ERCA, Verein zur Förderung von Seilgärten e.V.) Messebesucher dazu einlädt, im Rollstuhl bis unter die Hallendecke zu schweben.
Doch nicht nur Seilgärten locken Menschen mit und ohne Behinderung in ungeahnte Höhen. Auch das Sportklettern findet zunehmend mehr Zuspruch. Egal ob München, Mainz oder Köln – Kletterhallen werden immer häufiger auch von Menschen mit Sehbehinderungen, Amputationen oder anderen körperlichen Einschränkungen aufgesucht. In diesem inklusiven Sport ist vieles möglich. Das weiß auch Petra Schneider, die aufgrund von Multipler Sklerose eine Gehbehinderung hat. Seit drei Jahren klettert sie nun schon mit ihrer Kölner Klettergruppe. Durch die kleinen und großen sportlichen Erfolge ist nicht nur ihr Selbstbewusstsein stark gestiegen: "Ich fühle mich stabiler und habe wesentlich weniger Gleichgewichts- und Schwindelattacken. Meine Koordination und Konzentration haben sich verbessert," sagt sie. "Das Klettern ist für mich Physiotherapie mit Spaßfaktor."
Und wenn es dann auch noch von der Kletterhalle raus in die Natur geht, gibt es für Petra Schneider und die anderen Mitglieder der Klettergruppe oft kein Halten mehr. Denn an richtigen Felsen zu klettern, ist noch einmal eine ganz besondere Herausforderung.
Sport in der Natur – darauf legt das Programm von VisionOutdoor e.V. ebenfalls seinen Fokus. Der Verein aus Kassel möchte vor allem blinden und sehbehinderten Menschen verschieden Natursportangebote ermöglichen – seien es Kanufahrten oder Wander- und Klettertouren. Besondere sportliche Fähigkeiten sind dafür in der Regel nicht notwendig. Der Spaß am Naturerlebnis reicht grundsätzlich aus.
Wenn blinde und sehbehinderte Reiselustige aber noch mehr Wert auf Kultur legen und vor allem Land und Leute kennenlernen möchten, können sie beispielsweise auch mit Tour de Sens auf Reisen gehen. Das Programm ist speziell auf die verschiedenen Sinne ausgerichtet und explizit inklusiv gestaltet. Denn sehende Reisegäste sollen sich ebenfalls angesprochen fühlen. Während der Touren unterstützen sie als Begleitung die blinden und sehbehinderten Reisenden bei der Orientierung. Wie genau das in der Praxis abläuft, erklärt Laura Kutter von Tour de Sens im Interview mit REHACARE.de.

Ob Stadt und Kultur oder Natur pur – die Angebote für Menschen mit ganz unterschiedlichen Behinderungen werden immer vielfältiger. Die Dachverband Naturfreunde Internationale (NFI) hat beispielsweise die Broschüre "Barrierefreier Tourismus für alle" (PDF) herausgegeben. Zehn Beispiele aus Europa veranschaulichen hier, wie man Naturtourismus barrierefrei gestalten kann. Auf dem Online-Portal travelable.info finden wiederum vor allem Städtereisende Vorschläge für barrierefreie Tagestouren durch verschiedene deutsche Städte. Wie diese entstehen, erzählt Projektleiter Timo Hermann im Interview mit REHACARE.de.
Foto: Nadine Lormis; Copyright: B. Frommann
© B. Frommann
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2 Wochen her  ·  

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Tätigkeitsfelder

Zurzeit engagiert sich DUNITAL e.V. für folgende Aktivitäten:

  • Reisen mit und für Menschen mit Behinderung – damit sich Reisewünsche erfüllen,
  • Planung von Veranstaltungen – für ein besseres Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung und zum Abbau von Berührungsängsten,
  • Zertifizierung von Hotels, gastronomischen und kulturellen Angeboten – zum besseren Erkennen des Barrierestatus und
  • Entwicklung von Projekten – für mehr Barrierefreiheit im Alltag.

Historie

Die Begeisterung junger Menschen mit und ohne Behinderung auf dem Weltjugendtag in Köln 2005 war der Auslöser: Im Sommer 2006 wurde auf Initiative der U.N.I.T.A.L.S.I., einer Wohlfahrtsorganisation aus Italien, der gemeinnützige Verein DUNITAL e.V. gegründet.

Nachdem die späteren Gründungsmitglieder Pilger mit Behinderung aus Italien zum Weltjugendtag in Köln begleitet haben, sollte sich dieses Engagement auch auf die folgenden Weltjugendtage erstrecken. Zu nennen ist hier insbesondere der Weltjugendtag 2008 in Sydney.

Satzung

Am 02. August 2006 fand die Gründungs- und erstmalige Mitgliederversammlung in Bonn statt. Sie bildete die Grundlage für die spätere Satzung.
Das Finanzamt Bonn Innenstadt erteilte am 02. Februar 2009 die Gemeinnützigkeit.

Der Verein ist beim Amtsgericht Bonn im Vereinsregister eingetragen.

Organe und Gremien

Der aus drei Personen bestehende Vorstand wird von der Mitgliederversammlung für fünf Jahre gewählt und führt die aktiven Geschäfte. Dem Vorstand gehören der 1. Vorsitzende, der stellvertretende 2. Vorsitzende und der Schatzmeister an. Entscheidungen werden auf Vorstandssitzungen im Mehrheitsverfahren gefällt. Seit 2011 wird der Vorstand von einem Beirat unterstützt, der von der Mitgliederversammlung für zwei Jahre gewählt wird. Der Beirat besteht aus drei aktiven Mitgliedern, die einen Beiratsvorsitzenden wählen. Der aus drei Personen bestehende

Die Aktivitäten des Vereins werden durch Kassenprüfer nach Ablauf des Kalenderjahres überprüft. Die Kassenprüfer werden von der Mitgliederversammlung jährlich neu gewählt. Eine ordentliche Mitgliederversammlung findet jährlich statt.

Protokollarchiv

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